Profil

"Klassisch anders" - so lautet das Erfolgsrezept des Bottroper Kammerorchesters. Dieses Ensemble hat sich seit 1999 unter der künstlerischen Leitung von Kai Röhrig mit unverwechselbarer Programmatik einen Namen gemacht.

In den unkonventionellen Konzertprogrammen und an ungewöhnlichen Aufführungsorten kontrastiert zeitgenössische Musik - teilweise in Uraufführungen - mit klassischen Werken. Damit glückt dem Orchester die Balance zwischen Traditionspflege und dem Engagement für Neue Musik.

So spielte das Orchester im Rahmen des „Arvo-Pärt-Festivals 2002" Werke des estnischen Komponisten Pärt sowie eine Uraufführung des britischen Organisten und Komponisten Christopher Bowers-Broadbent und im Jahr 2003 eine Aufführung der „Altdorfer Passion" des österreichischen Komponisten Augustinus Franz Kropfreiter im Rahmen der Konzertreihe in der Liebfrauen-Kirche. Im Rahmen der „8. Internationalen Bottroper Märchentage" gelangten im Jahr 2004 zwei Märchenvertonungen des deutschen Komponisten Manfred Niehaus und des ungarischen Komponisten Theodor Burkali zur Uraufführung, zwei Jahre später erklang mit den „Bottroper Stadtmusikanten" eine weitere Uraufführung: Der bulgarische Komponist Svilen Angelov schrieb die Musik zu einer Geschichte des Bottroper Kinderbuchautors Joachim Friedrich. Im Industriedenkmal Malakoff-Turm spielte das Orchester im November 2004 ein Programm mit Werken von Johann Strauß, Gustav Mahler und Alban Berg und eröffnete damit eine Konzertreihe unter dem Titel „KlangTurmMalakoff", die in den zurückliegenden Jahren ihre erfolgreiche Fortsetzung fand.

Das Bottroper Kammerorchester wurde 1950 vom städtischen Musikdirektor Franz Switing gegründet und setzte sich zum überwiegenden Teil aus in Bottrop ansässigen Berufsmusikern zusammen. Im Jahr 1964 übernahm Josef Klawinski die Leitung des Kammerorchesters und festigte den guten Ruf des Ensembles weit über Bottrops Grenzen hinaus. Seit dem Jahr 1999 hat Kai Röhrig die musikalische Leitung des Bottroper Kammerorchesters inne.